Neue Sonderausstellung: »eine STARKE FRAUENgeschichte - 500 Jahre Reformation«

Vom 01. Mai bis zum 31. Oktober 2014 auf Schloss Rochlitz

Zur Ausstellungseröffnung am 01. Mai, ab 17:00 Uhr ist der EINTRITT FREI.

Unbekannter Meister, vorgeblich Margarete von Rochefort als Judith mit dem Haupt des Holofernes, Öl auf Holz, 1526 © Collections artistiques de l´Université de LiègeBildansicht vergrößernUnbekannter Meister, vorgeblich Margarete von Rochefort als Judith mit dem Haupt des Holofernes, Öl auf Holz, 1526 © Collections artistiques de l´Université de Liège

Mit Elisabeth von Rochlitz lebte und wirkte zwischen 1537 und 1547 eine der einflussreichsten Frauen der Reformationszeit auf Schloss Rochlitz. Elisabeth nutzte ihre Herrschaftsposition nicht nur, um gegen den heftigen Widerstand ihres Schwiegervaters Herzog Georg von Sachsen in ihrem Wittum die Reformation durchzusetzen: Auf Augenhöhe schrieb und verhandelte sie mit den beiden bedeutendsten evangelischen Reichsfürsten, ihrem Bruder Landgraf Philipp von Hessen und ihrem Cousin, Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen.

Als einzige Frau im Schmalkaldischen Bund und als rastlose Vermittlerin wurde sie zu einer tragenden Säule der Fürstenreformation im Reich. Die dank vieler Glücksfälle zu weiten Teilen erhaltenen Geheimkorrespondenzen Elisabeths vermittelt uns diese starke und eigenwillige Persönlichkeit, die in der auf Männer fixierten Geschichtsschreibung bisher kaum Beachtung fand. Die herausragenden Geschehnisse um Elisabeth von Rochlitz nimmt die Sonderausstellung zum Anlass, den Blick auf das inhaltlich und räumlich umfassendere Generalthema „Frauen und Weiblichkeit in der Reformation“ zu richten.

Im Mittelpunkt stehen Frauen, die sich mutig und aktiv in das Ringen um die Erneuerung der Kirche eingebracht haben. Neben Katharina von Bora, der Reformationsfürstin Elisabeth von Calenberg-Göttingen, oder der ehemaligen Hausherrin Elisabeth von Rochlitz, werden auch völlig unbekannte Streiterinnen der Reformation wie Ursula Weyda, Wibrandis Rosenblatt oder Katharina Zell in ihrem Handeln vorgestellt und somit dem Dunkel der Geschichte entrissen.

Anhand von über 300 herausragenden Exponaten aus dem In- und Ausland, werden erstmalig in dieser Form und Größe weibliche Lebenswege und Lebenswelten des 16. Jahrhunderts dokumentiert. So wird der Versuch unternommen das gängige Bild der Reformation als einem rein männlich geprägten Ereignis zu korrigiert.

In gelungener Kombination von interaktiven Medienstationen mit Exponaten unterschiedlichster Gattungen, unter denen sich berühmte Werke alter Meister wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und Ambrosius Benson, aber auch authentische Alltagsgegenstände jener Epoche befinden, lassen sich die Lebensumstände der Frauen vom ausgehenden Mittelalter bis heute neu entdecken. 

Die Sonderausstellung »eine STARKE FRAUENgeschichte - 500 Jahre Reformation«, die vom 1. Mai bis 31. Oktober 2014 auf Schloss Rochlitz stattfindet, ist ein einzigartiges Ausstellungserlebnis für Frauen und Männer jeden Alters über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg.

Am 6. März 2013 fand auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) am Stand der Ausstellung „eine STARKE FRAUENgeschichte – 500 Jahre Reformation“ eine Podiumsdiskussion mit Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann statt.

Die Sonderausstellung »eine STARKE FRAUENgeschichte - 500 Jahre Reformation«, welche im Rahmen der Lutherdekade (Luther 2017) auf Schloss Rochlitz stattfindet, wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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