Ausstellungen
auf Schloss Rochlitz

Fett, einäugig, revolutionär - Residenz der vergessenen Wettiner 

Wo man Geschichte spüren kann...

Stolz, geheimnisvoll und auch ein wenig düster wacht Schloss Rochlitz über die gleichnamige Stadt. Seine Mauern können von einer 1000-jährigen Geschichte erzählen, deren Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert lag: Von Kaisern, Königen und Fürsten, aber auch von jenen, die für ihr Wohl zu sorgen hatten.

Auf Erkundungstour durch die altehrwürdigen Mauern gilt es, zahlreiche Kleinode zu entdecken: die imposanten Kreuzgewölbe der Kapelle, die Schwarzküche mit ihrem riesigen Herd und dem funktionstüchtigen Rauchfang, die gewaltigen Türme, in denen sich Verliese und Folterkammer verbergen und nicht zuletzt das prächtig restaurierte Fürstenhaus. Hier findet man beeindruckende herrschaftliche Wohnräume, aber auch Ungewöhnliches wie die zahlreichen Putzritz-Zeichnungen, die einst junge Prinzen in die Wände kratzten. Eine gelungene Mischung aus unverfälschter mittelalterlicher Schlossanlage und moderner Ausstellung macht den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Schloss ist kein "Filzpantoffelmuseum" - hier darf Geschichte unter fachkundiger Begleitung hautnah nachvollzogen und vieles ausprobiert werden. Mägde und Knechte laden mit einer Reihe spannender Angebote zu Reisen in die Vergangenheit ein, um hautnah zu erfahren, wie man damals lebte: wie man sich in Ritterrüstung und historischer Kleidung fühlt, wie man spielte und arbeitete, wie es in Verliesen zuging, wie man kochte und seine Notdurft verrichtete.

 

 

 

Kontakt

Schloss Rochlitz

Sörnziger Weg 1 | 09306 Rochlitz

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 3737 4923-10
rochlitz@schloesserland-sachsen.de

»Geheimnissvolle Putzritzzeichnungen – die Kritzeleien der Wettiner-Prinzen«

Ein wenig ratslos steht er da, der kleine nackte König, als wollte er sagen: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders«. Diese skurrile Figur ist Teil einer sensationellen Entdeckung an den Wänden von Schloss Rochlitz: den Putzritzzeichnungen.

Motive aus dem Alltagsleben, militärische Szenen, Ornamente, Texte, Häuser, Türmchen – vor über 500 Jahren ritzten vermutlich Ernst und Albrecht von Sachsen und Friedrich der Weise die unzähligen Bilder in die Wände der Amtsstube. Restauratoren entdeckten den »mittelalterlichen Comic« unter einer Putzschicht aus dem 16.  Jahrhundert. Lassen Sie sich vom Zauber dieses Schatzes ergreifen und verewigen Sie sich selbst an den Wänden der Amtsstube. 

»Elisabeth von Rochlitz – die unbekannte Heldin der Reformation«

Eine der einflussreichsten Frauen der Reformationszeit lebte und wirkte zwischen 1537 und 1547 auf Schloss Rochlitz: Elisabeth von Rochlitz. Sie widersetzte sich dem heftigen Widerstand ihres Schwiegervaters Herzog Georg von Sachsen und setzte in ihrem Hoheitsgebiet die Reformation durch. Auf Augenhöhe verhandelte Sie mit dem evangelischen Reichsfürsten Landgraf Philipp von Hessen – ihrem Bruder – und Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen – ihrem Cousin. Als einzige Frau im Schmalkaldischen Bund und als rastlose Vermittlerin wurde sie eine tragende Säule der Fürstenreformation in Sachsen.

Die zu weiten Teilen erhaltenen geheimen Briefe vermitteln ein Bild dieser starken Frau, die in der Geschichte kaum Beachtung fand. In unserer Ausstellung erhalten Sie Einblicke in die Geschehnisse rund um Elisabeth von Rochlitz und die Rolle der Frauen in der Reformation.

Kontakt

Schloss Rochlitz

Sörnziger Weg 1 | 09306 Rochlitz

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 3737 4923-10
rochlitz@schloesserland-sachsen.de