Geschichte

Stolz, geheimnisvoll und ein wenig düster wacht Schloss Rochlitz über die gleichnamige Stadt. Seine Mauern erzählen von einer ruhmreichen und wechselvollen Geschichte, von Kaisern, Königen und Kurfürsten und denen, die für das Wohl der Herrschaften sorgten. Entdecken Sie über 1000 Jahre Geschichte!

Die Reichsburg Rochlitz

Wahrscheinlich Mitte des 10. Jahrhunderts entstand die Reichsburg Rochlitz als Teil des Burgensystems in der Mark Meißen. Um die Jahrtausendwende erhielten die Ekkehardinger die Burg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1009, als sie von Markgraf Gunzelin abgebrannt wurde. Mit der Übertragung des Besitzes an Markgraf Konrad I. von Wettin 1143 endete die Zeit der Reichsburg Rochlitz. 

Der Aufstieg der Wettiner

Rochlitz sollte für die folgenden Jahrhunderte mit dem Aufstieg der Wettiner verbunden sein. Dank des Landesausbaus durch Markgraf Konras Sohn Dedo erfuhren Burg und Amt ab 1156 einen rasanten Aufstieg. Mit dem Ausbau zu ständigen Residenz durch Markgraf Wilhelm I. im ausgehenden 14. Jahrhundertwurde aus der Burg »sloß« Rochlitz. Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Schloss von Ernst und Albrecht von Wettin zum Witwensitz von deren Schwester Herzogin Amalie ausgebaut.

Elisabeth und die Reformation

Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Reformation hatte ihren Witwensitz ebenfalls auf Schloss Rochlitz: Herzogin Elisabeth von Rochlitz. Sie führte – gegen den Willen ihres Schwiegervaters Herzog Georg des Bärtigen und allen Widerständen zum Trotz – umgehend die Reformation im Amt Rochlitz ein.

Es wird still um Rochlitz

Eine weitere umfassende Bauphase folgte Ende des 16. Jahrhunderts, als Kurfürst Christian I. und seine Frau Sophie Schloss Rochlitz als Jagdschloss nutzten. Zur Zeit des Barocks kamen andere Vorstellungen von herrschaftlichem Wohnen auf und es wurde still um das Schloss. Amt und Gericht blieben jedoch hier. Zur Zeit des 30-Jährigen Krieges wurde Schloss Rochlitz mehrfach beschossen, besetzt und wieder befreit.  

Archiv, Gerichtssitz und Haftanstalt

Mitte des 19 Jahrhunderts begannen umfangreiche Baumaßnahmen für den Einzug des Bezirks- und Amtsgerichtes. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands blieb das Schloss Archiv, Gerichtssitz und Haftanstalt. Amerikanische Kampfverbände nutzten es zudem als Auffanglager für Wehrmachtsangehörige. Später war Schloss Rochlitz Lager für eine Operativgruppe des sowjetischen NKWD und zu DDR-Zeiten Kreismusikschule und Kinderhort.  

Umfangreiche Sanierungen

Der Lehrer und Heimatforscher Prof. Clemens Pfau sollte schon 1892 die Schlosskapelle als Museumsraum für den Geschichts- und Altertumsverein. Die museale Nutzung sollte schließlich 1995 mit der Übernahme durch den Freistaat Sachsen ausgebaut werden. Dazu fanden bis 2012 umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Heute können die Besucher von Schloss Rochlitz wieder die herrschaftlichen Wohn- und Repräsentationsräume und den Südflügel bestaunen und zurück in längst vergessene Zeiten reisen.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Geschichte von Schloss Rochlitz

Kontakt

Schloss Rochlitz

Sörnziger Weg 1 | 09306 Rochlitz

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 3737 4923-10
rochlitz@schloesserland-sachsen.de

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